Zweimal 90 in Hofstetten

Sie freuen sich auf ein schönes Lechgaufest in Hofstetten: (von links) die Vertreter des Festausschusses Willi Echter, Wolfgang Pfetterle und Josef Probst sowie die Gauvorstände Anton Auer und Florian Echtler.
Das Jahr 2012 steht in Hofstetten im Zeichen des Trachtenvereins. Die "Windachtaler" richten vom 12. bis 15. Juli das 90. Lechgau-Trachtenfest aus und feiern damit auch ihr eigenes 90. Gründungsjubiläum. Bei der traditionellen Dreikönigssitzung wurden im Gasthaus Hipp die Details der Feierlichkeiten mit dem Gauausschuss des Lechgaues abgestimmt.
Vorstand Josef Probst gab mit seinem Festausschuss zunächst einen Überblick der Vorbereitungen zum 90. Lechgaufest in Hofstetten. Als Schirmherr wird Landrat Walter Eichner fungieren und das Festzelt soll neben dem Sportplatz aufgebaut werden. Die Bewirtung möchten die "Windachtaler" in Eigenregie bewältigen, lediglich die Küche wurde an einen professionellen Service vergeben.
Das 90. Lechgaufest wird am Samstag um 19 Uhr mit einem Standkonzert an der Mariensäule eröffnet, dem sich der große Heimatabend im Zelt anschließt. Dabei wurde diskutiert, ob der Festabend nicht auch am Freitag stattfinden könnte. "Und dann haben wir eine moderne Veranstaltung am Samstag, da machen wir uns unglaubwürdig" war die Meinung des Gauvorstandes Florian Echtler. Auch der Gauausschuss wollte von dem traditionellen Programmablauf des Lechgaufestes nicht abrücken. Rund 3500 Trachtler, Musiker und Kinder werden dann am Sonntag, 15. Juli in Hofstetten erwartet. Dazu ist um 9.30 Uhr ein Gottesdienst am Schulhof geplant und ab 13.30 Uhr wird sich der große Festzug durch den Ort bewegen.
Nachdem einige Details wie Bierpreis, kostenloses Jugendlimo oder Festbüro besprochen waren, hatte der Gauausschuss einige weitere Themen zu diskutieren. Die Termine für das Jahr 2012 sind jetzt fix und können im Internet unter www.lechgau.de abgerufen werden. Gaukassier Josef Häusler konnte vermelden, dass in den 19 Vereinen des Lechgaues 1.034 Jugendliche betreut werden, die nun in den Genuss einer neuen Jugendförderung kommen sollen. Gauvorstand Florian Echtler blickte zum Abschluss auf die Herbstgauversammlung im Oktober, bei der turnusgemäße Neuwahlen anstehen. Neben Echtler möchten vier weitere Gauausschussmitglieder ihr Amt nicht mehr fortführen, sodass das gesamte Gremium aufgefordert wurde, um Nachfolger Ausschau zu halten.
Termine 2012
Die Termine für das Jahr 2012 sind jetzt komplett und können abgerufen werden. Schauen Sie oben in die Top-Navigation oder hier
Adventsingen bei strahlendem Sonnenschein

Die Stillerhof Klarinettenmusik bestach mit feinen Klängen.

Der neue Kinderchor hatte ein paar freche Lieder zum Advent ausgesucht.

Aus Apfeldorf und Umgebung kamen die Gruppen des Adventsingens.
„Schniwi, schnawi, schneibn, mogst im Stüberl bleiben“ sang der Kinderchor beim Adventsingen in Apfeldorf, während die Sonne durch die Kirchenfenster strahlte. Die warmen Temperaturen verleiteten dazu, nicht „im Stüberl“ zu bleiben, sondern durch den nostalgischen Apfeldorfer Weihnachtsmarkt zu schlendern und das Adventsingen des Lechgaues zu besuchen. Mit über 300 Zuhörern war die Pfarrkirche gefüllt, als die Sänger und Musikanten eine Stunde der Ruhe und Besinnung boten.
Von der Empore aus eröffneten die Weisenbläser der Trachtenkapelle Apfeldorf das Adventsingen. Nachdem zweiter Trachtenvorstand Markus Baab die Besucher aufgefordert hatte, ihren Applaus für den Schluss aufzusparen, folgte ein harmonischer Reigen mit Musik, Gesang und Wortbeiträgen. Der Rotter Dreigesang, die Stillerhof Klarinettenmusik, die Geschwister Kölbl, die Apfeldorfer Saitenmusik und Fabian Eglhofer mit seiner Steirischen (begleitet von Irmgard Hurnaus an der Gitarre) verstanden es bestens, das vollbesetzte Gotteshaus auf dem Weg durch den Advent mitzunehmen. Die musikalische Besinnung mit Volksmusik und Gesang wurde noch durch drei Sprecherinnen unterstützt, die mit bayerischen Versen zum Nachdenken anregten. Fröhliche Abwechslung bot dazwischen der Kinderchor unter der Leitung von Ulrike Kölbl, der seine weihnachtlichen Lieder ganz frech anstimmte.
Pfarrer Michael Vogg hatte seinen Platz wegen der Fülle an Besuchern zur Verfügung gestellt und nutzte die Kanzel, um dem gut einstündigen Adventsingen zu lauschen. „Ich fühle mich nicht nur durch den besonderen Sitzplatz, sondern auch wegen der schönen Musik und der ansprechenden Texte empor gehoben“ dankte Vogg allen Mitwirkenden. Gaumusikwart Michael Fleschhut freute sich über den zahlreichen Besuch und lud zu Kaffee und Kuchen in den Pfarrhof ein. Zum Abschluss erklang ein gewaltiger Chor, als zum „Andachtsjodler“ alle Zuhörer mit einstimmten.
Erfolgserlebnisse für den Trachtennachwuchs

In der Altersgruppe bis 13 Jahre setzte sich die Gruppe I vom "Almfrieden" Steingaden souverän an die Spitze.

Bei den Größeren war die Entscheidung sehr knapp, doch Steingaden konnte den Siegerpokal entgegennehmen.

Zur Preisverteilung war das "Haus der Vereine" in Hohenpeißenberg völlig überfüllt.
„Des is doch a Sach, wenn sich die Kinder so gfreien“ meinte Gauvorplattler Matthias Strauß, als er beim Verlesen der Sieger des Jugendwertungsplatteln immer wieder wegen dem tosenden Jubel unterbrechen musste. 223 Einzelteilnehmer und 21 Gruppen traten im Hohenpeißenberger „Haus der Vereine“ in den zwei Altersklassen bis 13 Jahre und bis 17 Jahre vor die Preisrichter.
Es war ein ereignisreicher Tag für den Lechgau-Trachtennachwuchs und auch eine logistische Meisterleistung für den gastgebenden Verein „Bayerischer Rigi“ Hohenpeißenberg. Auf zwei Bühnen wurde ab morgens um neun Uhr geplattelt und gedreht, um gute Haltungsnoten oder wenig Abzüge gekämpft. Rund um das „Haus der Vereine“ wuselte es von aufgeregten Burschen, die noch einmal ihre Plattlerschläge durchgingen oder jungen Trachtlerinnen, die sich vor dem Auftritt gegenseitig Mut machten. Jedes einzelne Tanzpaar und auch jede der 21 Gruppen wurde von den Preisrichtern Markus Burmberger, Veronika Sailer, Gerhard Mehr, Martina Schmerold, Josef Pirchmoser, Tobias Lutz, Benedikt Schäller und Stefan Heiland genau bewertet. Die beiden Musikanten Ferdinand Kopp und Sebastian Erhard lieferten die gewünschten Plattlermelodien dazu.
Im Laufe des Nachmittages kamen auch viele Eltern, Großeltern oder Vereinsvorstände zum Jugendwertungsplatteln, sodass der große Saal zur Preisverteilung gänzlich überfüllt war. „So soll es sein“ freute sich Gauvorstand Florian Echtler über diese begeisterte und engagierte Trachtenjugend im Lechgau. Er zollte dem Nachwuchs seinen Respekt für die gezeigten Leistungen und dankte allen Betreuern, Eltern und auch dem gastgebenden Verein für die intensive Vorbereitung auf diesen Tag. Als die Gauvorplattler Matthias Strauß und Hans Benedikt sowie die Gaudirndlvertreterinnen Hedwig Probst und Christiane Balzarek dann die Platzierungen verlasen, brach immer wieder kräftiger Jubel von den jeweiligen Vereinsgruppen aus – und das sogar bis zum letzten Platz.
Diedetaillierten Ergebnislisten und viele Fotos finden Sie unter Jugend

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